Montag, April 10, 2006

Wort zum Montag

Wort zum Montag - Thema "Singles"

Singles - sie machen den größten Teil unserer Gesellschaft aus. Die Single-Haushalte haben in den letzten 10 Jahren gewaltig zugenommen. Man unterscheidt mittlerweile in fast allen Statistiken schon zwischen den verschiedenen Formen der Single-Haushalte: Jugendliche Singles, Geschiedene, Alters-Singles (Verwitwete). Ich will jetzt aber gar nicht all zu sehr auf die statistischen Auffälligkeiten von Singles eingehen, sondern mich mehr um die Gründe, Ursachen und Folgen kümmern. Grund und Ursache sind doch eigentlich die abhanden gekommene Bereitschaft sich zu binden und quasi - im BWL-Jargon würde man von einer "Fusion" sprechen - eine Partnerschaft einzugehen. Jeder will aber lieber frei und für sich selbst verantwortlich sein. Auf eigenen Füßen stehen; unabhängig sein! Das sind doch die neue Leitwerte unserer Gesellschaft. Jedoch bedeutet Gesellschaft, zusammen leben mit Anderen, Kooperation und Kommunikation mit anderen Menschen und somit auch auf diese angewiesen zu sein. Aber genau dies möchte das unabhängige, ungebundene, freie Individuum von heute nicht mehr. Es lehnt die Gesellschaft sozusagen schlichtweg ab!
Die Folgen werden so langsam spürbar. Und das mitunter schmerzlich. Unsere Gesellschaft veraltet, wir werden zu einem Volk von Senioren, unser soziales Absicherungssystem gerät ins Wanken. Mieten steigen, da in einem Haushalt meistens nur noch eine Person wohnt, anstatt einem Paar oder einer Familie. Es werden mehr und mehr individuelle Schicksale deutlich, aufgrund der steigenden Anonymität. Oft wundert man sich, dass beispielsweise schon in der Nachbarschaft etwas unvorstellbares passiert sei. Und man hört von Erlebnissen, von denen man sich eigentlich gar nicht vorstellen konnte, dass Menschen zu so etwas fähig sind, was dann darauf begründet, dass sie durch ihr zurückgezogenes Verhalten gesellschaftliche Werte verlernt haben.
Der zeigt bisher noch nach unten, eine schnelle Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Mit Gefühlen, Geselligkeit, Kollektivismus und ein wenig Altruismus können die Meisten nichts anfangen. Und das ist schade, für unsere Gesellschaft und für jedes andere unabhängige, ungebundene, freie Individuum.

"So können auch wir getrost sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun." (Hebräer 13, 6)

In diesem Sinne die nächste Woche kommt bestimmt.
Euer Jacky


(Nächste Woche das Wort um Montag über das Thema "Kommunikation")

2 Comments:

Anonymous Anonym said...

Oh Mann,da merkt man halt,dass Geschichte Bachelor Studenten bei uns in Karlsruhe wohl nie ausgelastet sind......
man sieht sich am 1.Mai in Kieselbronn!!!

Viele Grüße

Rick James

Mi. Apr. 26, 09:53:00 PM MESZ  
Blogger Jacky said...

Oh, hab gerade erst deinen Comment bemerkt. Tja man macht sich halt so seine Gedanken... :-)
Denke man sieht sich demnächst mal wieder unterwegs

Do. Mai 18, 07:31:00 PM MESZ  

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